Mut zur Einsamkeit

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Gehörst Du auch zu den Menschen, die nicht alleine sein können? Die, wenn sie es dann doch mal sind, die Stereoanlage aufdrehen, das TV Gerät einschalten oder sich in ihre Arbeit vergraben?

Ich gebe zu, auch ich hatte immer Angst vor diesem Gespenst „Alleinesein“. Ich habe Musik gehört oder den Fernseher eingeschaltet. Mir war egal, was da gerade lief; die Hauptsache, ich hörte Stimmengemurmel im Hintergrund.

Irgendwann habe ich begriffen, dass es mir dabei nicht darum ging, die Stille zu vertreiben. Nein, ich brauchte die Außengeräusche, um die Stimmen in mir zu übertönen. Ich wollte mich nicht mit mir selbst beschäftigen. Ich wollte nicht hören, was die Stimme in meinem Kopf mir zu sagen hatte.

Denn diese Stimme war durchaus unbequem. Sie zwang mich dazu, mich mit mir selbst zu beschäftigen. Wenn Du Stille zulässt, dann fangen Deine Gedanken an zu fliegen, dann kommen Dinge an die Oberfläche, die Du vielleicht lieber nicht sehen willst, die Du durch Geräusche, Arbeit, Aktivitäten erfolgreich verdrängt hast.

Doch es braucht diese Beschäftigung mit sich selbst und den eigenen Gedanken, um ein glückliches Leben zu führen. Erst wenn Du es schaffst, Dir offen und ehrlich ins Herz zu blicken, Dir selbst die Meinung zu sagen und Dich nicht mehr versteckst vor Deinen Gefühlen, dann hast Du die Chance zu entdecken, was Dir wichtig ist und Dein Leben zu führen.

Ich weiß, es ist nicht immer schön, was man da zu Gesicht bekommt. Es gibt auch an mir Eigenschaften, die ich nicht mag, die ich gerne nicht hätte. Doch sie sind ein Teil von mir und machen mich zu dem Menschen, der ich bin. Yin und Yang, Schatten und Licht, Gut und Böse – es braucht beide Seiten, ob mir das nun gefällt oder nicht.

Wie ist es bei Dir? Akzeptierst Du auch Deine Schattenseiten? Hörst Du hin, wenn Deine innere Stimme mit Dir ins Gericht geht?

Gerade wenn wir in Situationen sind, in denen wir nicht so recht wissen, wie wir uns entscheiden sollen, ist es wichtig, sich Zeit für sich zu nehmen. Zeit, die Stille zu suchen und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Am Anfang kann das ein wirres, zusammenhangloses Sammelsurium von Geistesblitzen sein, die keinen Sinn zu haben scheinen. Doch wenn Du Dir wirklich Zeit für Dich nimmst, dann wirst Du Erkenntnisse und Lösungen finden.

Gerade dann, wenn wir vor wichtigen Entscheidungen stehen, braucht es diese Stille. Soll ich den Job annehmen? Soll ich in die Selbstständigkeit gehen? Bleibe ich bei meinem Partner, oder trenne ich mich? Will ich Kinder in meinem Leben oder nicht?

Vor welcher Entscheidung stehst Du gerade? Du kannst Dein Umfeld, Freunde, Verwandte, Kollegen um Rat fragen. Doch letztendlich musst Du Deine Entscheidung alleine treffen und dafür gerade stehen mit allen Konsequenzen. Ja, Du kannst Dir die Entscheidung von jemandem abnehmen lassen. Doch willst Du das? Willst Du einen anderen über Dein Leben bestimmen lassen? Denn die Konsequenz aus der Entscheidung wirst Du alleine tragen, niemand sonst.

Also habe den Mut zur Einsamkeit; suche die Stille. Gehe in den Dialog mit Dir selbst. Ich verspreche Dir, Du wirst Deine Antworten finden.

Gelesen 3032 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 29 September 2016 14:47

1 Kommentar

  • Kommentar-Link Sigi Arend Mittwoch, 28 September 2016 19:07 gepostet von Sigi Arend

    Danke für diesen Impuls, liebe Sabine!
    Genau damit beschäftige auch ich mich in letzter Zeit.

    Liebe Grüße
    Sigi

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(Erich Kästner)

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(Henry David Thoreau)

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(Bruce Lee)

„Du wirst es niemals wissen, bis du es versucht hast."

(Walt Disney)

„Wir können nicht zu dem werden, was wir sein möchten, indem wir das bleiben, was wir sind."


(Max DePree)

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(Walt Disney)

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